Anrufen - buchen und über die Schwarze Elster schippern
Dienstag, 2. Juni 2009
München Lange Zeit stand die zur sicheren Aufbewahrung von Paddelbooten errichtete Box an der Elsterbrücke München leer. Mittlerweile liegen in ihr zwei Dreierkanus sowie vier Kajaks zum Ausleihen bereit.
Vor Himmelfahrt wurde die Bootspalette um drei weitere Zweierkanus noch einmal erweitert. Vor allem die Kajaks, neben der Vermietung in Neumühl die einzigen im Bereich von Elbe-Elster-Tours, sind nach Aussage von Unternehmer Matthias Winter bei Interessenten überaus beliebt. Zeichnen sie sich doch durch einen sehr guten Geradeauslauf aus, der bei Touren auf der Schwarzen Elster und deren zahlreichen Strömungen besonders bei Anfängern von Vorteil ist.
Marleen Mirbach will 3000er-Besucher-Grenze im „Kleinen Spreewald“ knacken
Freitag, 29. Mai 2009
Anfang Mai war Saisonstart im „Kleinen Spreewald" in Wahrenbrück, doch die Ruder wurden auf Grund des warmen Frühlings bereits seit April in die Kleine Elster gestochen. Das lässt auf eine besucherstarke Saison hoffen. Die RUNDSCHAU sprach mit der Fährmänner-Koordinatorin Marleen Mirbach.
In diesem Jahr sorgte das Wetter für einen Frühstart, oder?
Das stimmt. Am 11. April wurden die ersten beiden Kähne für eine Ausfahrt fertig gemacht.
Woher kommen eigentlich die meisten Besucher?
Mittlerweile gibt es eine gute Zusammenarbeit mit einem Dresdner Reiseunternehmen. Außerdem kommen Gäste, die in der Schloßherberge in Uebigau wohnen, Kurgäste aus der Fontana-Klinik und natürlich Einheimische.
Elbe-Elster-Tours will mit Gewässertourismus Touristen anziehen
Mittwoch, 20. Mai 2009
Anfang April fiel der offizielle Startschuss: Mit der beginnenden Saison soll der Gewässertourismus in der Region nach dem Willen des Vereins Elbe-Elster-Tours einen entscheidenden Schritt vorankommen. Wie das - nicht immer unumstrittene - Projekt zu einem Erfolg werden kann, erklärten Michaela Winter und Hans Ulrich Nink vom Vorstand des Vereins.
Denken Sie, dass Elbe-Elster dem Spreewald Konkurrenz machen kann?
Nink: Nein, wir können eine Alternative zum Spreewald sein. Aber keine Konkurrenz. Man muss das so sehen: Der Spreewald blickt auf eine lange touristische Tradition zurück, da sind Strukturen gewachsen über Jahrzehnte und länger. Diese touristische Tradition fehlt uns und damit verbunden Dienstleistungsmentalität, die andernorts über viele Jahre gewachsen ist.
Mit dem Gewässertourismus wollen Sie in die gleiche Richtung stoßen, wie es der Spreewald schon lange tut...
Winter: Der Gewässertourismus soll ein Bindeglied sein, eine Perle auf einer Kette mit vielen Gliedern: Wasserwandern, Fahrradwege, Reiterhöfe, Campingplätze, Wonnemar - das alles sind kleine Perlen, die miteinander verbunden werden und miteinander arbeiten sollen. Wir haben auf kleinem Raum viele, ganz verschiedene Möglichkeiten, Landschaft zu erleben und Freizeit zu gestalten.
Diese Möglichkeiten wollen wir mit dem Gewässertourismus verbinden zu einer Perlenkette.
Nink: Ich würde einen Schritt weitergehen und statt des Begriffs der Perlenkette den Begriff Netzwerk gebrauchen. Um auf die Frage zurückzukommen: Wenn jemand Urlaub machen will, dann gibt es dafür einen Anlass. So ein Anlass kann sein, Wassersport treiben zu wollen. Das ist der touristische Aufhänger. Aber Wassersport auf der Schwarzen Elster ist anders als auf der Spree. Das fängt bei der Fließgeschwindigkeit an und bei den Landschaften rundherum. Während im Spreewald ein passives Erleben im Vordergrund steht, wenn man durch die Fließe gestakt wird, ist es bei uns ein aktives Erleben beim Paddeln im Kajak, Kanadier oder Schlauchboot. Ich kann als Tourist aber auch - und hier kommt das Netzwerk ins Spiel - auf der Elster paddeln, auf kurzem Weg mit dem Fahrrad zur Elbe gelangen und dort ebenso wieder auf dem Wasser fahren.
Der Ausbau des Gewässertourismus schreitet voran, zahlreiche Um- und Ausstiegsstellen wurden errichtet. Um den interessierten Paddlern eine Übersicht des gesamten Angebotes zu ermöglichen, wurde der bisherige Flyer des Gewässertourismus-Projektes Elbe-Elster-Tours komplett neu gestaltet. In ihm finden die Bootswanderer nunmehr eine Übersichtskarte des Projektgebietes (Schwarze sowie Kleine Elster) mit sämtlichen Um- und Ausstiegsstellen, touristischen Zielen und gastronomischen Angeboten, Telefonnummern zur Buchung sowie die „Goldenen Regeln“ für das Verhalten am Wasser und zur Nutzung der Boote.
Die neuen Flyer liegen ab sofort an den bekannten Informationsstellen im Projektgebiet aus.